Selbstverständnis
Wir gestalten Medienpädagogik. Mit euch. Für die Zukunft.
Medien prägen unsere Gesellschaft. Sie sind Orte der Information, der Meinungsbildung, der Kreativität und der Teilhabe. Gleichzeitig bergen sie Risiken wie Desinformation, Ausgrenzung oder Manipulation.
Wir, medien.rlp - Institut für Medien und Pädagogik e.V. (vormals Landesfilmdienst Rheinland-Pfalz e.V.), sind Partner der Jugend- und der Bildungsarbeit und begleiten Fachkräfte, Einrichtungen und junge Menschen in Rheinland-Pfalz dabei, Medienwelten nicht nur aktiv zu nutzen, sondern sie kritisch zu hinterfragen und selbst mitzugestalten.
Wir verstehen Medienpädagogik als einen zentralen Beitrag zu Demokratiebildung, politischer Partizipation und Jugendmedienschutz. Medienkompetenz ist für uns dabei kein Selbstzweck, sondern eine Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und eine mündige, demokratische Gesellschaft.
Von Mainz und Koblenz aus sind wir im ganzen Land unterwegs – vor Ort, digital und hybrid. Wir reagieren auf aktuelle Bedarfe, entwickeln passgenaue Formate und setzen Projekte um, die nachhaltig wirken. Dabei arbeiten wir mit außerschulischen Bildungseinrichtungen, Jugendhilfe, Kommunen und vielen weiteren Partner:innen zusammen.
Medienkompetenz
Wir stärken Kinder, Jugendliche und Fachkräfte darin, Medien souverän, kritisch und kreativ zu nutzen. Dazu gehören Fragen rund um Algorithmen, Datenschutz, Desinformation oder KI ebenso wie der reflektierte Umgang mit sozialen Netzwerken und digitalen Kommunikationsräumen. In Fortbildungen und Workshops greifen wir aktuelle Herausforderungen praxisnah auf – etwa KI in der pädagogischen Arbeit, Hate Speech-Prävention oder Fragen digitaler Verantwortung.
Partizipation
Medien eröffnen Möglichkeiten, sich einzubringen, sichtbar zu werden und gesellschaftliche Prozesse mitzugestalten. Deshalb fördern wir Projekte, in denen junge Menschen eigene Themen setzen und Positionen entwickeln, wodurch sie demokratische Teilhabe praktisch erleben können. Medien werden dabei zu Werkzeugen politischer Bildung und aktiver Mitgestaltung.
Filmbildung
Film ist für uns mehr als Unterhaltung. Filmbildung schafft Räume für ästhetische Erfahrung, Perspektivwechsel und Persönlichkeitsentwicklung. Sie ermöglicht kulturelle Teilhabe und eröffnet Zugänge zu gesellschaftlichen und politischen Themen.
Diese Schwerpunkte setzen wir in unterschiedlichen Formaten um: in langfristigen Projekten wie lokal-global, video/film tage (filmcamp) oder Kinder- und Jugendfilmtour (popcorn im maisfeld), in Workshops und Fortbildungen sowie in Veranstaltungen zu aktuellen gesellschaftlichen und medienpädagogischen Themen. Dabei reichen die Inhalte von Grundlagen der Medienbildung bis hin zu Spezialthemen. Gleichzeitig verstehen wir uns als flexible Partner:innen für Kooperationen überall dort, wo Medien und Pädagogik zusammenkommen.
Medienpädagogik und die Fähigkeit der Medienkompetenz ist für uns keine Reparaturwerkstatt für die „Gefahren des Digitalen“. Vielmehr betrachten wir es als eigenständiges und kraftvolles Feld im Rahmen des Heranwachsens von Kindern und Jugendlichen. Sie eröffnet Räume für Kreativität, Selbstermächtigung, kritisches Denken und gesellschaftliche Teilhabe. Dieses Verständnis ist historisch gewachsen und eng mit der Arbeit von medien.rlp verbunden. Insbesondere Albert Treber (ehemaliger Abteilungsleiter Medienpädagogik) hat das Verständnis unserer medienpädagogischen Arbeit über drei Jahrzehnte maßgeblich geprägt. Er setzte sich dafür ein, Kinder und Jugendliche zu einem selbstbestimmten und reflektierten Umgang mit Medien zu befähigen und zugleich die Filmkultur und den filmischen Nachwuchs in Rheinland-Pfalz zu stärken. In seinem Andenken wurde 2023 der Albert Treber Preis ins Leben gerufen, der im Rahmen des Filmsommer Rheinland-Pfalz in der Kulturei in Mainz verliehen wird. Er würdigt Initiativen, die sich auch gegen Widerstände für die Filmkultur in Rheinland-Pfalz einsetzen.
Medien produzieren
Wir unterstützen Kinder und Jugendliche dabei Medienprodukte kreativ zu erstellen. Das können Filme, Podcasts, Social-Media-Formate, Games oder ganz etwas anderes sein. Im Mittelpunkt stehen kreative Prozesse, Teamarbeit und die aktive Auseinandersetzung mit Themen und Inhalten.
Medien nutzen
Medienpädagogische Projekte schaffen Austausch unter den Teilnehmenden, fördern Gruppenprozesse und machen Beteiligung erfahrbar. Medien werden so zu Werkzeugen demokratischer Teilhabe und politischer Bildung.
Medien verstehen
Wir vermitteln Wissen über mediale Strukturen und digitale Mechanismen. Dazu gehören Themen wie Datenschutz, Desinformation oder Jugendmedienschutz ebenso wie die Reflexion ethischer Fragen der Digitalisierung.
Medien erleben
Rezeptive Formate wie Film oder Gaming nutzen wir als Ausgangspunkt für Bildungsprozesse, Weltorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.
Im Zentrum steht für uns immer die Frage: Was trägt ein Projekt zur Entwicklung der Teilnehmer:innen bei? Medienkompetenz entsteht dabei nicht isoliert, sondern als natürlicher Teil gelungener pädagogischer Prozesse.
Unser Team vereint pädagogische Expertise, technisches Know-how und gestalterische Kompetenz. Wir sind überzeugt: Medienbildung gelingt nur gemeinsam mit den Zielgruppen im Hinblick auf deren Bedarfe. Deshalb setzen wir auf Partizipation, Niedrigschwelligkeit und Inklusion.
Selbstermächtigung statt Belehrung: Wir stärken und befähigen, statt zu bevormunden.
Zukunftsorientierung: Wir setzen uns mit aktuellen Herausforderungen auseinander – von KI und Deepfakes über Nachhaltigkeit in der Medienproduktion bis hin zu digitaler Gerechtigkeit.
Vernetzung: Wir lernen voneinander, teilen Wissen und verbinden Akteur:innen – lokal, regional und landesweit.
Medienpädagogik ist kein Soloakt. Sie lebt vom Austausch, von Kooperationen und vom gemeinsamen Ausprobieren. Ob Projekt, Fortbildung oder neue Idee: Wir freuen uns auf alle, die Medienpädagogik gemeinsam mit uns weiterdenken und gestalten möchten. Kontaktiert uns, um ein Projekt zu starten!