Projektkooperation
Wir führen pädagogische Workshops durch, in denen aktiv, kreativ und gruppenorientiert Medien produziert werden. Hoher technischer Standard ist selbstverständlich, hohe Intensität ist die Regel.
Wir wollen zusammen mit den Kolleg:innen aus der Jugendarbeit Kontexte finden und Prozesse initiieren, in denen Jugendliche die Möglichkeit haben, über sich selbst, über Medien, oder über bestimmte Inhalte zu reflektieren.
Die inhaltlichen Aufgaben für die Medienpädagogik ändern sich nicht so schnell wie die Technik. Eine medienpädagogisch orientierte Jugendarbeit soll Jugendliche zu einer Auseinandersetzung mit dem eigenen Medienerleben, dem eigenen Medienverständnis und der eigenen Ethik bringen. Als Katalysator für Reflektionsprozesse hat aktive Arbeit mit Medien unschlagbare Qualitäten.
Unsere medienpraktischen Projekte fördern als pädagogisch geleitete Medienprojekte Kinder und Jugendliche auf vier Ebenen – in gemeinsamen Arbeitsprozessen, in persönlichen Reflexionsprozessen, in langfristigen Entwicklungsprozessen und in der technischen und gestalterischen Kompetenz.
Praktische Medienarbeit ermöglicht Projekte, schafft Prozesse, liefert Produkte für die Jugendarbeit und macht Spaß. Und Spaß muss es machen, wenn Projekte in der offenen Jugendarbeit Erfolg haben sollen.
Unser Angebot ist ein Angebot an die Jugendarbeit auf Zusammenarbeit. Wir haben die Technik, haben mediale und pädagogische Kompetenz. Wir hören gerne zu, wenn es um die Pläne, die Absichten und die Gruppen der Kolleg:innen geht, die mit uns zusammenarbeiten wollen. Wir machen Vorschläge. Einige Vorschläge haben wir in unserer Wissensbasis zusammengefasst.
Wissensbasis – Kurse, Workshops, Projektideen
Einige Beispiele für Kurse und Aktionen, die entweder in Verbindung mit lokal-global, oder eigenständig angeboten werden können – in der Regel mit unserer personellen Unterstützung. Praxisprojekte mit Kindern und Jugendlichen gerne auch in eigener Verantwortung, dann aber am Besten nach einer Fortbildung bei uns.
Videoarbeit
Sie sind eine Steilvorlage für die Medienpädagogik und eine brilliante Methode, um sich mit Erzählstrukturen und Drehbüchern auseinander zu setzen: Die 60 Sekunden-Remakes von Filmklassikern in nur einem Take.
Diese Videos haben meist nicht viel mit ästhetischer Bildgestaltung oder verschiedenen Einstellungsgrößen zu tun, aber ihre Stärke liegt ohnehin woanders: Hier geht es darum, Geschichten zu analysieren und auf das Wesentliche einzudampfen. Und das kann eine schöne und wichtige Übung sein, z.B. wenn eine Gruppe in der Drehbuchphase ist. Der trashige Look und die lustigen Ergebnisse tragen das Übrige zur Attraktivität der Videos bei.
Diese eintägige Veranstaltung richtet sich an Jugendliche. Wir erarbeiten mit der Gruppe eine Filmidee, arbeiten sie aus und produzieren 60-Sekunden-Videos.
Beispiel gefällig?
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Mit dem Smartphone tragen fast alle Kinder und Jugendlichen eine voll funktionsfähige Kamera in der Hosentasche. Damit und dem Boom sozialer Netzwerke sind ganz neue Chancen und Möglichkeiten für Videoprojekte entstanden. Diese eintägige Veranstaltung richtet sich an Jugendliche. Wir erarbeiten mit der Gruppe eine Filmidee, arbeiten sie aus und produzieren Videos mit mobilen Endgeräten.
Ob Lego, Playmobil oder Knete: Trickfilme sind der Renner – bei Kindern wie bei Jugendlichen. Mit Stopp-Trick (Stopmotion) lassen sich Gegenstände genauso wie Menschen animieren und verblüffende Effekte erzielen, die in einem herkömmlichen Film nicht möglich sind. Diese eintägige Veranstaltung richtet sich an Kinder ab 8 Jahren und an Jugendliche. Wir erarbeiten mit der Gruppe eine Filmidee, arbeiten sie aus und produzieren einen einfachen Stopptrickfilm.
Hier ein Beispiel: „Das große Fressen“:
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Videos im Liegen sind geeignet, um damit medienpädagogisch zu arbeiten. Zwar sind die zu erzählenden/erzählbaren Geschichten begrenzt und damit die inhaltliche Arbeit an einem Thema nur eingeschränkt möglich. Dafür bietet das „Genre“ sehr schöne Möglichkeiten kreativ zu spielen, Grenzen (bspw. der Schwerkraft) und auch abgefahrene Ideen zu realisieren.
Gleichzeitig sind die Ideen relativ leicht umzusetzen. Alle Videos hier sind in Tagesworkshops möglich. Insgesamt können Liegevideos als faszinierende Produkte, die leicht realisiert werden können, ein schönes Appetithäppchen für Jugendliche sein, in die Videoarbeit einzusteigen.
Diese eintägige Veranstaltung richtet sich an Jugendliche. Wir erarbeiten mit der Gruppe eine Filmidee, arbeiten sie aus und produzieren Videos im Liegen.
Hier ein paar Beispiele:
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Computer & Gaming
Erwachsene wissen nicht immer genau Bescheid, was die Kinder und Jugendlichen für Spiele spielen, müssen aber eine Einstellung dazu haben. Sich einen Einblick zu verschaffen ist daher wichtig. Hier haben Sie die Möglichkeit, die Faszination Computerspiele selbst auszuprobieren und eigene Erfahrungen zu machen.
Dabei können Sie ganz unterschiedliche Spiele spielen, quer durch die Genres. Ob ein Strategiespiel, eines bei dem Sie knobeln und überlegen müssen, eine Sportsimulation oder gar einen Ego-Shooter – Sie sagen was Sie interessiert und wir bringen mit. Die Erfahrungen, die Sie dann gemacht haben, können wir gerne anschließend auswerten, diskutieren und uns eine Position erarbeiten.
Eine Möglichkeit der offenen Gaming-Arbeit ist das Anbieten von Events, bei denen der Spaß am Spielen im Vordergrund steht. Diese können nach verschiedenen Zielgruppen ausgerichtet werden, zum Beispiel Eltern-LAN oder Mädchen-LAN. Außerdem könnt ihr die Spieleauswahl eingrenzen. Die Teilnehmenden entdecken neue Spiele, und das gemeinsame Erlebnis steht im Vordergrund. Wenn ausreichend Personal vor Ort ist, kann nebenbei im Sinne der offenen Arbeit auch im Einzelgespräch in tiefergehende persönliche Themen eingestiegen und beraten werden.
In den 90ern angesagt – dann lange totgesagt. Aber LAN-Parties are not dead! Sich gemeinsam vor Ort treffen, zusammen vernetzt spielen und Spaß haben. Das hat schon vor Corona, aber auch danach wieder deutlich an Reiz gewonnen.
Mit einem oder mehreren lokal-global-Netzwerken bieten wir eine pädagogisch begleitete LAN-Party an und sind gerne vor Ort mit dabei. Zielgruppen sind Kinder, Jugendliche, Erwachsenene und Multipliktor:innen.
Mit Leap-Motion, einem kleinen Gerät kaum größer als ein USB-Stick, kann der Computer mit Handgesten gesteuert werden. Wie in „Minority Report“ kann man auf Karten zoomen, in Spielen die Figur steuern und so durch eine Vielzahl an Programmen ein Gefühl für eine mögliche Zukunft ertasten.
Gerne bieten wir interessierten Jugendlichen einen spielerischen Workshop an, der sich mit der Handsteuerung und den dazu gehörigen Implikationen für die analoge Welt auseinandersetzt.
Hier ein Beispielvideo zu Leap-Motion:
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Mit Makey Makey wird so ziemlich Alles zum digitalen Controller: Ob Obst, Knete, Alufolie oder Wasser, über leitfähige Materialien können Computer und Spiele auf ungewöhnliche Weise gesteuert werden. So entstehen spielerische Projekte, bei denen Jugendliche eigene Instrumente, interaktive Geschichten, Spiele oder kreative Installationen entwickeln und dabei ganz nebenbei erste Erfahrungen mit Stromkreisen, Programmierung und digitaler Technik sammeln.
Als medienpraktische Projekte lassen sich beispielsweise Programmier-, Machinima-, Podcast- oder Streaming-Workshops anbieten. Dabei erstellen die Teilnehmenden etwas, das sie am Ende des Projekts mitnehmen können. Denkbar sind eintägige Schnupper-Workshops, mehrtägige Projekte oder Gamejams mit Übernachtung.
Auch theorielastigere Projekte sind möglich, beispielsweise zum Thema Altersbegrenzungen, bei denen als praktischer Teil Spiele vorgestellt und selbst eingeordnet werden. Ebenso sind Themen wie gefährliches Spielverhalten, Mediensucht, digitale Gewalt, Geschlechterrollen oder inklusives Gaming denkbar. Neben Kindern und Jugendlichen können sich die Angebote auch an Erziehungsberechtigte richten, beispielsweise in Form von Elternabenden.
Audioprojekte
Mit dem anhaltenden Podcast-Boom sind auditive Medien bei groß und klein so beliebt wie lange nicht mehr. Auch das eine Zeit lang aus der Mode gekommene Hörspiel ist seit der Hochkonjunktur von Hörbüchern wieder aktuell.
Haben Sie eine Idee für eine Geschichte? Melden SIe sich gerne bei uns. Wir helfen bei der Entwicklung eines „Drehbuchs“, kommen in die Einrichtung und produzieren sämtliche notwendigen Audioinhalte vom Text bis hin zu den Atmos (Strassengeräusche, Stimmengewirr, zwitschernde Vögel etc.). Wenn die Zeit für die eigene Produktion fehlt, dann können wir uns auch aus dem riesigen Fundus im Internet etwas heraussuchen und kostenlose Sounds und Atmos herunterladen.
Diese eintägige Veranstaltung richtet sich an Kinder ab 8 Jahren und Jugendliche. Wir geben eine Einführung in die relevanten Aspekte der Audioarbeit und produzieren dann nach und nach das Hörspiel und schneiden es zusammen.
Mit dem anhaltenden Podcast-Boom sind auditive Medien bei Groß und Klein so beliebt wie lange nicht mehr. Podcasts bieten nicht nur Unterhaltung, sondern auch die Möglichkeit, eigene Themen, Geschichten und Ideen kreativ umzusetzen.
Haben Sie eine Idee für einen Podcast? Melden Sie sich gerne bei uns. Wir helfen bei der Entwicklung eines Konzepts und der Planung der einzelnen Beiträge, kommen in die Einrichtung und produzieren gemeinsam mit den Teilnehmenden die notwendigen Audioinhalte – von der Moderation und Interviews bis hin zu Geräuschen, Musik und Atmos. Dabei lernen die Kinder und Jugendlichen ganz nebenbei den Umgang mit Mikrofon, Aufnahmegerät und Schnittprogramm kennen. Wenn die Zeit für die eigene Produktion fehlt, können wir uns auch aus dem riesigen Fundus im Internet etwas heraussuchen und kostenlose Sounds und Atmos herunterladen, oder erstellen.
Diese Veranstaltung richtet sich an Jugendliche ab 12 Jahren. Wir geben eine Einführung in die relevanten Aspekte der Podcast- und Medienarbeit und entwickeln anschließend gemeinsam einen eigenen Podcast. Von der ersten Idee über die Aufnahme bis zum fertigen Schnitt entsteht so ein eigenes Medienprodukt.
Andere Ideen
Langzeitbelichtung ist eine sehr schöne Methode, die einen Anlass bietet, sich spielerisch und künstlerisch mit Licht, Schatten und (digitaler) Fototechnik auseinanderzusetzen.
Von Langzeitbelichtung wird in der Fotografie ab einer Belichtungszeit von mehreren Sekunden gesprochen. Die entstehenden Bilder zeigen einen Ausschnitt der Zeit, wie wir ihn normalerweise nicht wahrnehmen können. Im Gegensatz zu „normalen“ Fotografien halten sie nicht einen kurzen Augenblick fest, sie bilden das Motiv in einem längeren Prozess ab. Bewegungen werden dabei verwischt, sie zerfließen in der Zeit.
Diese eintägige Veranstaltung richtet sich an Jugendliche. Wir geben eine Einführung in die relevanten Aspekte der Fotografie und probieren dann nach und nach spielerisch mit den TeilnehmerInnen mehrere Techniken der Langzeitbelichtung aus.
Es geht um mobile Medien. Dass die eine gesellschaftsverändernde Wirkungsmacht haben, ist offenkundig. Wie kann man sie einsetzen, um die Gesellschaft aktiv von unten zu verändern? Wir testen das immer wieder aufs Neue aus und machen Projekte, bei denen Menschen lernen, mobile Medien für sich und für ihre eigenen Anliegen zu nutzen.
Aber nicht jede:r für sich alleine, sondern gemeinsam, denn Medien dienen der Kommunikation, der Verständigung, der Abstimmung untereinander.
Ob es darum geht, den Nahraum digital darzustellen, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen oder eine politische Entscheidung herbeizuführen – wir probieren gerne alles aus, was vorgeschlagen wird.
Wir freuen uns auf Nachfragen aus der Jugendarbeit und geben alles, wenn ihr ein spannendes Projekt habt.
Hier eine Ortserkundung, die von Kindern mit viel Ortskenntnis, Kamera und Mikrofon gestaltet und mit der Software StoryMapJS zusammengestellt worden ist:
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Kontakt
per eMail: hallo(ät)medien.rlp.de